Gilt für Haus und Wohnung. Bei einer Eigentumswohnung sind Heizung und Steigleitungen oft Sache der Gemeinschaft — fragen Sie im Zweifel bei der Verwaltung nach, bevor Sie etwas absperren.
Heizen oder absperren — Sie müssen sich entscheiden
Frostschäden entstehen fast nie, weil jemand etwas Falsches gemacht hat. Sie entstehen, weil jemand die Hälfte gemacht hat. Die Heizung wird runtergedreht, um Kosten zu sparen, das Wasser bleibt drin — und im Februar platzt eine Leitung in der Außenwand. Beim Auftauen läuft sie dann aus, oft wochenlang, bis jemand kommt.
Beide Wege sind richtig. Sie dürfen wählen. Aber Sie müssen einen ganz gehen.
Weg 1: durchheizen
Der einfachere Weg, wenn jemand regelmäßig nachsehen kann.
- Alle Räume, nicht nur die bewohnten — auch Keller, Abstellkammer, Gäste-WC und das Zimmer, in das niemand geht. Genau dort liegen oft die kalten Außenwände.
- Innentüren offen lassen, damit die Wärme wandert.
- Thermostate auf eine feste Stufe, nicht auf Frostschutz allein. Frostschutz schützt die Heizung, nicht unbedingt die Wasserleitung in einer Außenwand.
- Möbel und Vorhänge nicht vor die Heizkörper.
- Jemand muss merken, wenn die Heizung ausfällt. Das ist der eigentliche Punkt. Eine Heizung, die im Januar stehenbleibt, meldet sich nicht von selbst.
Weg 2: absperren und entleeren
Der sichere Weg, wenn wirklich niemand da ist — aber er ist mehr Arbeit, als die meisten denken.
- Haupthahn zudrehen.
- Leitungen entleeren. Absperren allein reicht nicht: Das Wasser, das in den Rohren steht, friert genauso. Alle Hähne öffnen, an den tiefsten Punkten ablassen.
- Warmwasserspeicher und Boiler nicht vergessen.
- Waschmaschine und Spülmaschine: Zulaufschlauch und Pumpensumpf leeren.
- Außenzapfstelle und Gartenleitung: absperren, öffnen, entleeren. Das ist die Stelle, an der es am häufigsten passiert.
- Toilettenspülkästen leeren; in die Geruchsverschlüsse etwas Frostschutz für Sanitär geben, damit sie nicht platzen und nicht austrocknen.
- Nachsehen, dass es entleert bleibt — ein tropfender Hahn füllt eine Leitung langsam wieder.
Draußen: das Vergessene
- Regentonne leeren und umdrehen, Gartenschlauch abnehmen und entleeren
- Dachrinnen und Fallrohre frei machen — verstopftes Laub friert, staut und drückt das Wasser an die Fassade
- Pumpen, Bewässerung und Poolleitungen entleeren
- Kübelpflanzen einräumen oder einpacken
- Lose Gegenstände sichern, die der Sturm bewegt
Nur zwei Wochen weg? Die kurze Liste
Wenn Sie im Januar in den Urlaub fahren und das Haus danach wieder bewohnt ist, brauchen Sie das Programm oben nicht. Es reicht: Heizung auf eine gemäßigte feste Stufe statt aus, Innentüren offen, Außenwasser abgestellt und entleert, Waschmaschine zu, und jemand, der in der Zeit hereinschaut — schon deshalb, weil ein Heizungsausfall sonst zwei Wochen unbemerkt bleibt.
Wer das macht, wenn Sie nicht da sind
Genau dafür gibt es uns. Wir übernehmen das Einwintern als einmaligen Termin oder sehen den ganzen Winter über in festem Rhythmus nach dem Gebäude: Heizung, Zählerstand, Temperatur und Feuchte, Keller, Dachboden — mit Fotobericht nach jedem Besuch. Was das kostet, steht auf der Seite Wasser, Frost und Heizung.
Steht Ihr Gebäude länger leer, lesen Sie zusätzlich was Ihre Versicherung dann von Ihnen erwartet — dort geht es um die Pflichten aus dem Vertrag.