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Ratgeber · Lesezeit 6 Minuten

Ihr Haus soll durch den Winter kommen. Das ist die Reihenfolge.

Die kurze Antwort

Entscheiden Sie sich für einen Weg und machen Sie ihn ganz: entweder alle Räume durchheizen und regelmäßig kontrollieren — oder alle wasserführenden Anlagen absperren, entleeren und entleert halten. Die gefährliche Variante ist die halbe: Heizung aus und Wasser in den Leitungen.

Gilt für Häuser und Wohnungen, die im Winter längere Zeit nicht bewohnt sind. Bei ganz normaler Nutzung mit zwei Wochen Urlaub reicht der letzte Abschnitt.

Eiszapfen an der Dachkante eines Hauses im Winter

Gilt für Haus und Wohnung. Bei einer Eigentumswohnung sind Heizung und Steigleitungen oft Sache der Gemeinschaft — fragen Sie im Zweifel bei der Verwaltung nach, bevor Sie etwas absperren.

Heizen oder absperren — Sie müssen sich entscheiden

Frostschäden entstehen fast nie, weil jemand etwas Falsches gemacht hat. Sie entstehen, weil jemand die Hälfte gemacht hat. Die Heizung wird runtergedreht, um Kosten zu sparen, das Wasser bleibt drin — und im Februar platzt eine Leitung in der Außenwand. Beim Auftauen läuft sie dann aus, oft wochenlang, bis jemand kommt.

Beide Wege sind richtig. Sie dürfen wählen. Aber Sie müssen einen ganz gehen.

Weg 1: durchheizen

Der einfachere Weg, wenn jemand regelmäßig nachsehen kann.

  • Alle Räume, nicht nur die bewohnten — auch Keller, Abstellkammer, Gäste-WC und das Zimmer, in das niemand geht. Genau dort liegen oft die kalten Außenwände.
  • Innentüren offen lassen, damit die Wärme wandert.
  • Thermostate auf eine feste Stufe, nicht auf Frostschutz allein. Frostschutz schützt die Heizung, nicht unbedingt die Wasserleitung in einer Außenwand.
  • Möbel und Vorhänge nicht vor die Heizkörper.
  • Jemand muss merken, wenn die Heizung ausfällt. Das ist der eigentliche Punkt. Eine Heizung, die im Januar stehenbleibt, meldet sich nicht von selbst.

Weg 2: absperren und entleeren

Der sichere Weg, wenn wirklich niemand da ist — aber er ist mehr Arbeit, als die meisten denken.

  1. Haupthahn zudrehen.
  2. Leitungen entleeren. Absperren allein reicht nicht: Das Wasser, das in den Rohren steht, friert genauso. Alle Hähne öffnen, an den tiefsten Punkten ablassen.
  3. Warmwasserspeicher und Boiler nicht vergessen.
  4. Waschmaschine und Spülmaschine: Zulaufschlauch und Pumpensumpf leeren.
  5. Außenzapfstelle und Gartenleitung: absperren, öffnen, entleeren. Das ist die Stelle, an der es am häufigsten passiert.
  6. Toilettenspülkästen leeren; in die Geruchsverschlüsse etwas Frostschutz für Sanitär geben, damit sie nicht platzen und nicht austrocknen.
  7. Nachsehen, dass es entleert bleibt — ein tropfender Hahn füllt eine Leitung langsam wieder.

Draußen: das Vergessene

  • Regentonne leeren und umdrehen, Gartenschlauch abnehmen und entleeren
  • Dachrinnen und Fallrohre frei machen — verstopftes Laub friert, staut und drückt das Wasser an die Fassade
  • Pumpen, Bewässerung und Poolleitungen entleeren
  • Kübelpflanzen einräumen oder einpacken
  • Lose Gegenstände sichern, die der Sturm bewegt

Nur zwei Wochen weg? Die kurze Liste

Wenn Sie im Januar in den Urlaub fahren und das Haus danach wieder bewohnt ist, brauchen Sie das Programm oben nicht. Es reicht: Heizung auf eine gemäßigte feste Stufe statt aus, Innentüren offen, Außenwasser abgestellt und entleert, Waschmaschine zu, und jemand, der in der Zeit hereinschaut — schon deshalb, weil ein Heizungsausfall sonst zwei Wochen unbemerkt bleibt.

Wer das macht, wenn Sie nicht da sind

Genau dafür gibt es uns. Wir übernehmen das Einwintern als einmaligen Termin oder sehen den ganzen Winter über in festem Rhythmus nach dem Gebäude: Heizung, Zählerstand, Temperatur und Feuchte, Keller, Dachboden — mit Fotobericht nach jedem Besuch. Was das kostet, steht auf der Seite Wasser, Frost und Heizung.

Steht Ihr Gebäude länger leer, lesen Sie zusätzlich was Ihre Versicherung dann von Ihnen erwartet — dort geht es um die Pflichten aus dem Vertrag.

Was dazu noch gefragt wird

Wann sollte ich das Wasser abstellen?

Sobald das Gebäude längere Zeit unbeheizt bleibt und Frost möglich ist. Entscheidend ist nicht das Datum, sondern ob geheizt wird: Ein durchgeheiztes Haus braucht es nicht, ein kaltes schon.

Welche Temperatur braucht ein unbewohntes Haus im Winter?

Wenn Sie den Weg „durchheizen“ gehen, eine feste gemäßigte Stufe in allen Räumen — auch in Keller, Abstellkammer und dem Zimmer, in das niemand geht. Dort liegen oft die kalten Außenwände mit den Leitungen darin.

Und wenn es gar keine Heizung gibt oder sie aus bleiben soll?

Dann müssen alle wasserführenden Anlagen abgesperrt, entleert und entleert gehalten werden — einschließlich Boiler, Waschmaschine, Außenzapfstelle und Gartenleitung. Absperren allein reicht nicht, das Wasser in den Rohren friert genauso.

Reicht es, wenn ab und zu jemand vorbeischaut?

Wenn geheizt wird, ist regelmäßiges Nachsehen sogar der entscheidende Teil — eine ausgefallene Heizung meldet sich nicht von selbst. Wie oft „regelmäßig“ ist, hängt von Ihrem Versicherungsvertrag ab; erfundene Intervalle nennen wir bewusst nicht.

Machen Sie das Einwintern auch als einmaligen Termin?

Ja. Entweder einmalig zum Saisonwechsel oder als laufende Betreuung über den ganzen Winter. Was ein Besuch kostet, steht offen auf der Preisseite.

Der erste Schritt

Rufen Sie an. Fünf Minuten reichen, um zu klären, was bei Ihnen nötig ist.

Wir sagen Ihnen am Telefon, was Ihr Besuch kostet — und wenn wir nicht die Richtigen sind, sagen wir das auch.

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